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15 | 09 | 2019

Sülzer Gesamtschule an einem Standort möglich!

Das Gelände der Elsa-Brändstrom-Realschule reicht aus.

Die Schulleiterin der EBS hat nachgewiesen, dass die gesamte Sekundarstufe I einer vierzügigen Gesamtschule im vorhandenen Gebäude mit 24 Klassenräumen, 5 Fachräumen, einer Aula, einer Sporthalle und einer Mensa unterkommen könnte. Erst in 7 bis 9 Jahren muss ein Vollausbau mit weiteren Räumen für 6 Lern- gruppen der Sekundarstufe II umgesetzt sein.

 

Eine Realisierung einer Gesamtschule mit 4 Zügen in der Sekundarstufe I und 2 Zügen in der Sekundarstufe II ist am Standort Berrenrather Str. in dreigeschossiger Bebauung möglich.

 

Die Berechnung der Verwaltung, die eine solche Möglichkeit ausschließt, beruht auf falschen Zahlen:  

 

Die Verwaltung zieht zur Ermittlung der für eine Bebauung zur Verfügung stehenden Fläche von der bestehenden Grund- stücksfläche alle Flächen ab, die unter optimalen Bedingungen als Außenflächen benötigt werden.

 

So sind für Parklätze 925 m² vorgesehen, obwohl Stellplätze außerhalb des Schulgrundstücks und 3 große Parklätze in zumutbarer Entfernung zur Verfügung stehen.

 

Für die Schulhoffläche wurden 5 m²/Schüler für 960 Schüler zugrunde gelegt. Diese Größe entspricht zwar den Baurichtlinien, ist jedoch derzeit an wohl keiner Kölner Schule realisiert.

 

Auch wenn man an der empfohlenen Schulhoffläche festhält, vergrößert sich die für eine Bebauung zur Verfügung stehende Fläche gegenüber der Berechnung der Verwaltung wie folgt:

1. Verzicht auf die Hälfte der zusätzlichen Parkplätze bzw. Tiefgarage:  460 qm

2. Verringerung der benötigten Schulhoffläche aufgrund einer falschen Berechnung der Schülerzahlen:  240 x 5 m² = 1.200 m²

 

Auch, wenn man nicht von der naheliegenden Möglichkeit Gebrauch macht, einen Waldschulhof auf dem benachbarten stadteigenen Gelände einzurichten, stehen  neben der von der Verwaltung angegebenen Baufläche von 1.416 m²  zusätzlich ca. 1.660 m² Baufläche zur Verfügung. Bei 3 Geschossen ergibt sich daraus eine zusätzliche Geschossfläche von ca. 4.980 m² (3 x 1.660 m²).

 

Damit reicht eine Weiterführung der vorhandenen 3-geschossigen Bebauung aus, um die zusätzlich benötigten Räume und Einrichtungen unterzubringen.

 

Durch die enge Kooperation mit dem 1. FC Köln und anderen Sportvereinen können neben der Sporthalle der Schule weiterhin andere benachbarte Sporteinrichtungen genutzt werden.

 

Der Vorschlag der Verwaltung hätte zur Folge, dass mit der Elsa-Brändström-Realschule auch die Ernst-Simons-Realschule und die Anna-Freud-Schule geschlossen würden. Zudem ist zu befürchten, dass unzufriedene Eltern Druck auf die Theodor-Heuss-Realschule ausüben werden, damit sie doch noch einer Zusammenlegung zustimmt. So würden vier Schulen im Kölner Westen verschwinden und damit sowohl der Elternwille missachtet als auch Gymnasien die Möglichkeit verwehrt, Schülerinnen und Schülern bei schulischem Misserfolg eine neue Perspektive zu eröffnen. Zudem sind die  Berufskollegs in hohem Maße daran interessiert, Realschulen zu erhalten. Sie finden dort hauptsächlich ihre potentiellen Schülerinnen und Schüler, die sich in dualen Ausbildungsgängen, gymnasialen Zweigen oder Studiengängen, die zum Fachabitur führen, weiterqualifizieren.

 

Es ist ein großes Anliegen des Landschaftsverbandes, die Ernst-Simons-Realschule  wegen der beispielhaften Kooperation mit der Anna-Freud-Förderschule zu erhalten. Man kann diese Zusammenarbeit als Leuchtturmprojekt bezeichnen. Hier findet ‚umgekehrte‘ Inklusion statt. Die Schüler der Realschule können z.B. problemlos in die Oberstufe der Förderschule wechseln. 
Es kann nicht sein, dass ein solch beispielhaftes Projekt gestört oder gar zerstört wird. 

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