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18 | 06 | 2018

Realschule erhalten - Gesamtschule errichten

Die Schulsituation in Lindenthal - Sülz - Klettenberg

 

In diesem Jahr fehlen in Köln in den Eingangsklassen der Gesamtschulen 960 Schulplätze. Die zuständige Dezernentin hat den Schulnotstand ausgerufen. Viele Eltern, deren Kinder keinen Platz an einer Gesamtschule finden, weichen auf das Gymnasium aus. Auch dort reichen die Plätze – gerade in unserem Stadtbezirk – nicht aus.

Nachdem im Stadtbezirk Lindenthal alle Hauptschulen geschlossen wurden, erfüllen die beiden Realschulen in Sülz als Alternative zum Gymnasium eine wichtige Funktion. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen nach sechs Schuljahren die Fachoberschulreife oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe am Gymnasium bzw. an einem Berufskolleg zu erwerben. Zudem nehmen sie Schülerinnen und Schüler auf, die am Gymnasium nicht zurechtkommen. Beide Realschulen zusammen haben hinreichende Schülerzahlen.
So ist es unverständlich, dass die Verwaltung beide Realschulen schließen und deren Gebäude, die 1,4 km weit auseinander liegen, zu einer neuen Gesamtschule machen will. 
Durch Schließungen und Zusammenlegung werden keine neuen Schulplätze geschaffen. Stattdessen werden Eltern verunsichert, die ihre Kinder an einer Realschule gut aufgehoben wissen.  
Die CDU Sülz/Klettenberg setzt sich dafür ein, die Theodor-Heuss-Realschule zu erhalten und im Gebäude der Elsa-Brändström-Realschule kurzfristig einen Teilstandort einer bestehenden Gesamtschule zu errichten, die die Tradition der Elsa-Brändström-Realschule als NRW-Sportschule und Eliteschule des Fußballs fortsetzt. Dieser Vorschlag deckt sich zudem mit den Voten der beiden Schulkonferenzen.
Hinsichtlich der neuen Gesamtschule könnten auf dem bestehenden Schulgelände der EBS ohne weiteres zusätzliche weitere Unterrichtsräume/Kursräume durch Gebäudeaufstockung oder Verdichtungen realisiert werden, um die Voraussetzung für eine 4-zügige Gesamtschule zu schaffen.

 

Zi 06.03.18

 

Theodor-Heuss-Realschule
Theodor-Heuss-Realschule
Elsa-Brändstrom-Schule
Elsa-Brändstrom-Schule

Zum Militärring hin besteht außerdem die Möglichkeit der Erweiterung des Schulgeländes, da es sich bei dieser Fläche lediglich um einen „ungenutzten und unwegsamen Wildwuchs- bereich“ im Eingangsbereich des  Beethovenpark handelt.

Auf der anderen Seite der Berrenrather Straße stehen entlang der Friedrich-Engels-Straße drei 6-stöckige Gebäudekomplexe, seit Jahren mehr oder weniger ungenutzt aus Zeiten der ehemaligen Sowjetunion (nachfolgend  GUS-Staaten). Die Besitzverhältnisse dieser drei riesigen Gebäude sind bis heute ungeklärt oder streitig. Durch Bemühungen der der Stadt auf „allerhöchster Ebene“ müsste dieses Problem gelöst  und eine jahrzehntelange „Bauruine“ oder Brachfläche einer sinnvollen Nutzung (z.B. durch eine Gesamtschule) zugeführt werden können. 
Die mittlerweile nur als „Zirkuswiese“ (und so auch nur einmal im Jahr) genutzte Fläche entlang der „russischen“ Immobilien und dem Militärring kann ebenfalls in die Standortplanungen für eine Gesamtschule einbezogen werden. 

 

Bi 27.02.18

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