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21 | 05 | 2019

Gesamtschule in Sülz als Dependanceschule?

Die Pläne der Verwaltung sind nicht nachzuvollziehen.
blau (Auto) - rot (Straßenbahn)
blau (Auto) - rot (Straßenbahn)

Die von der Verwaltung geforderte Gründung einer Gesamtschule an zwei Standorten ist aus pädagogischen, organisatorischen, zeitökonomischen, verkehrspolitischen und ökologischen Gründen abzulehnen. Die Elsa-Brändström-Realschule in Köln-Sülz und die Ernst-Simons-Realschule in Köln-Müngersdorf liegen mehr als 5 km auseinander und sollen nach deren Auflösung die Klassen 5 bis 7 bzw. 8-13  der geplanten Gesamtschule unterbringen.

Dabei wird unter anderem ignoriert:

·         Gerade im Alter der Pubertät sind an einer Gesamtschule enge Beziehungsarbeit und Kontinuität wichtig. Ein Bruch nach der 7. Klasse mit neuen Lehrkräften, einem andern  Gebäude an einem anderen Standort und weiten Schulwegen behindert die pädagogische Arbeit und ist unverantwortlich.

·         Eine effektive Stundenplangestaltung wird erheblich erschwert, wenn Lehrkräfte nur unter Einbeziehung einer Freistunde die Gebäude wechseln können. Die von der Pädagogik geforderten Doppelstunden lassen sich z.B. so kaum realisieren.

Es stellen sich die Fragen:

·         An welcher Schule soll die Schulleitung präsent sein?

·         Welcher Pädagoge bewirbt sich unter den gegebenen Umständen beim derzeitigen Lehrermangel  an einer solchen Schule?

·         Wo finden welche Konferenzen statt? Welche Lehrer sind jeweils beteiligt?

·         Inwieweit ist der pädagogische Austausch zwischen den Lehrkräften – auch bei aktuellen Problemen und kurzfristig notwendigen Absprachen sichergestellt?

·         Wer erstellt das Schulprogramm und wie wird es umgesetzt?

·         Wie werden Elternabende, Sprechtage, Sportfeste, Schulfeste etc. organisiert?

·         Wer bezahlt die Zeit, welche Lehrerinnen und Lehrer auf der Straße verbringen?

·         Welche zusätzliche Umwelt- und Verkehrsbelastungen sind zu erwarten, wenn Lehrkräfte häufig pendeln müssen und zusätzliche Schülerfahrten notwendig sind?

·         Wer übernimmt die Fahrkosten?

·         Wie soll den Eltern vermittelt werden, dass auf ihre Kinder zusätzliche, unnötige Schulwege zukommen?

·         Wie geht die Partei der Grünen, so sie zustimmen sollte, mit der zusätzlichen Umweltbelastung durch die unvermeidlichen Autofahrten um?

Die Liste der Feststellungen und Fragen ließe sich noch weiter fortführen, jedoch reicht bereits diese Aufzählung, um nachzuweisen, dass dieser Plan der Verwaltung unsinnig ist, keine Mehrheit finden darf und hoffentlich durch massive Proteste der Bevölkerung verhindert wird.

Zudem macht es keinen Sinn, den Teilstandort einer neuen Gesamtschule in unmittelbarer Nähe einer derzeit

geplanten neuen Gesamtschule am Wasseramselweg (Luftlinie ca. 1 km) zu errichten.

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